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Digital- oder Analogservo ?
Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Servotypen: Digital-
und Analog-Servos
Aber wo ist der Unterschied bzw. was ist besser ?
Der wesentliche Unterschied zwischen Digital- und Analogservos ist, wie der
Stellmotor im Servo die "empfangenen" Signale ausführt. Bei einem Analogen Servo werden die vom Empfänger kommenden analogen Signale in entsprechende Bewegung umgesetzt. D.h. also direkt und ohne Umwege erfolgt je nach Stromstärke eine bestimmte Servostellung, die durch eingebauten Poti "überwacht" und
anschliessend ggf. korrigiert wird.
Bei einem digitalen Servo erfolgt die Ansteuerung durch den Empfänger
grundsätzlich gleich, nämlich ebenfalls analog! Der Unterschied ist jedoch, dass diese analogen Signale "servointern" durch einen Baustein (Chip) in digitale Signale gewandelt werden. Die Stellung des Motors im Servo wird nach wie vor durch ein Potentiometer ermittelt, "überwacht" und entsprechend korrigiert. Dies wiederum bedeutet, dass die eigentliche Ansteuerung des Servos immer
analog erfolgt.
Ein digitales Servo hat jedoch i.d.R. eine höhere Haltekraft als ein analoges Servo, da die veränderte und ggf. ungewollte Potentiometer- / Servoarm Stellung durch die Elektronik genauer und quasi ständig korrigiert wird. Daraus ergibt sich auch eine höhere Stromaufnahme der digitalen Servos im Vergleich zu den analogen. Einen merklichen Unterschied (Genauigkeit, Schnelligkeit) zu analogen kann man demnach nicht erkennen. Man kann und sollte daraus jedoch nicht
schlussfolgern, dass digitale Servos wesentlich mehr Vorteile als herkömmliche analoge Servos bieten. Ein wesentlicher Vorteil würde sich erst dann ergeben, wenn die Signalübertragung ebenfalls auf digitalem Weg erfolgen würde. (z.b. Futaba S-Bus).
Ein Digitalservo hat den Vorteil, dass es nicht nur schnell und präzise arbeitet (wie auch analoge), sondern gleichzeitig über eine höhere Haltekraft verfügt. Jedoch würde kaum jemand einen Unterschied erkennen, ob z.b. in einem Helikopter analoge oder digitale Servos verbaut sind.
Der Einsatz digitaler Servos birgt jedoch auch Gefahren, da man im dititalen Zeitalter schlichtweg das Wort "Digital" mit "genau", "schnell" und "störungsfrei" gleichsetzt. Aber auf Grund der höheren Stromaufnahme der digitalen Servos, kann dies leicht zur Überlastung des BEC führen. Ungewollte Reaktionen, Ausfälle, Abstürze oder sogar Durchbrennen des Empfängers sind die Folge, was man oft allzuschnell mit Funkaussetzern oder Störungen erklärt. Ein digitales Servo kann je nach Belastung einem, oder allen anderen angeschlossenen Servos "den Hahn" zudrehen. Deshalb ist auch von einem Mischbetrieb von analogen und digitalen Servos dringend abzuraten!
Ein wesentlicher Unterschied würde sich erst dann ergeben, wenn der Empfänger ebenfalls digitale Signale an die Servos überträgt und dabei auch eine Rückmeldung vom Servo selbst erhält. Eine solche Technik ist bislang nur mit dem S-Bus (bzw. S.Bus) System möglich, was aber den Austausch sämtlicher Komponenten erfordert, um eine digitale Signalübertragung zu ermöglichen. Diese Technik ist jedoch für einen Laien kaum durchschaubar und richtet sich an entsprechend erfahrene Modellbauer mit grossem Geldbeutel.
Der Einsatz digitaler Servos bietet demnach für "Otto-Normal-Modellbauer" bislang keinen nennenswerten Vorteil und ist oft schlichtweg nur "Geldmacherei, es sei denn, man weiss, wo und wofür man Servos mit dem Haltekraft-Vorteil einsetzen müsste oder sollte und wenn man die Vorteile mit den damit verbundenen Risiken in Kauf nehmen möchte. Anders sieht dies bei digitalen Servos aus, die sich z.b. über einen USB-Adapter programmieren lassen (Verstellweg, Geschwindigkeit usw.). Dies macht zumindest bei einigen Anwendungen z.b. Einziehfahrwerken Sinn.
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